Opale schleifen - vom Rohstein zum Schmuckstein

 

Ich werde immer mal wieder gefragt, ob ich die Opale, die ich verarbeite fertig bekomme ‚Äď Nein ... Damit meine Schmuckst√ľcke bezahlbar bleiben, kaufe ich die Opale als Rohsteine und schleife und poliere sie. Nach dieser Antwort kommt dann gleich die n√§chste Frage: wie man sich denn die Rohsteine vorstellen muss - wie Felsbrocken, Kieselsteine?

 

 

Deshalb hier mein kleiner Einblick in die Bearbeitung von Opalen:


Die ‚Äěschwarzen und wei√üen‚Äú Opale, die ich bekomme sehen so aus. Es handelt sich also nicht um unbezwingbare riesige Felsbrocken. Die k√∂nnte ich mit meinen M√∂glichkeiten auch gar nicht bearbeiten. Es sind kleine unebene Steinchen, mit vielen L√∂chern in denen sich teilweise noch Sand oder anderes Gestein befindet:

 

 

Ich muss mir nun √ľberlegen, welche Form ich dem Stein gebe. Er sollte nach dem Schleifen m√∂glichst keine L√∂cher mehr haben, aber jeder Millimeter der Opalschicht, den ich wegschleifen muss, tut mir in der Seele weh ;o)

 

 

Das Schleifen beginnt mit einer Diamanttrennscheibe und Diamantfr√§sern. Der Opal bekommt mit ihrer Hilfe seine grobe Form. Anschlie√üend werden die Feinarbeiten mit Sandpapier unterschiedlicher K√∂rnung vorgenommen. Die gl√§nzende Oberfl√§che entsteht in einer aufw√§ndigen Prozedur. F√ľr das Polieren verwende ich f√ľnf verschiedene Diamantpasten, deren K√∂rnung immer feiner und damit die Oberfl√§che des Opals immer glatter wird.

 

Und so sehen sie dann nach langem, langem Schleifen und Polieren aus: